Vorstellungsbrief

Liebe Genossinnen und Genossen,

bereits 2017 habe ich zum ersten Mal für den Bundestag kandidiert. Im damaligen Wahlkampf konnte ich mich als sozialdemokratischer Herausforderer gegen den außenpolitischen Sprecher der CDU-Fraktion im Bundestag, Jürgen Hardt, zwar noch nicht durchsetzen, aber sichtbar profilieren. Ich möchte in diesem Jahr erneut kandidieren und weiter dafür kämpfen, unseren gemeinsamen Wahlkreis zu gewinnen. Remscheid, Solingen und auch die beiden Wuppertaler Wahlkreise Ronsdorf und Cronenberg brauchen dringend eine lautere und stärker für ihre Interessen als Städteregion kämpfende Stimme in Berlin – im Bundestag – als bisher.

Als Feuerwehrmann mit Leib und Seele kümmere ich mich täglich um Vorbeugenden Brandschutz. Das sind präventive Maßnahmen, die der Verhinderung eines Brandes im Vorfeld dienen. Auf die Politik übertragen stellt sich die Frage: Wann, wenn nicht jetzt – in der Hoch-Zeit einer weltweiten Pandemie – müssen wir Weichen stellen, damit alle Bürgerinnen und Bürger besser geschützt und versorgt sind?

Mehr als jemals zuvor beschäftigen sich die Menschen mit folgenden Themen:

  • Daseinsvorsorge: Schon im Frühjahr des letzten Jahres haben wir gelernt, wo die Grenzen der Globalisierung liegen: Der plötzliche Mangel an Schutzmasken und entsprechender Ausrüstung, die tatsächliche Knappheit von Medikamenten und Wirkstoffen zeigen, dass wir in Europa – und auch hier in Deutschland – umdenken müssen. Eine „Grundversorgung“ an Schutzausrüstung und pharmazeutischen Produkten darf nicht dem „freien“ Weltmarkt überlassen werden! Deutschland muss zusammen mit den europäischen Partnern dafür sorgen, dass eine Grundversorgung in der Europäischen Union sichergestellt wird.

Und noch ein wichtiges – auch für unsere Region entscheidendes Thema: Wir haben viel über mögliche Neustrukturierungen der Krankenhauslandschaft in den letzten Jahren gelesen, kann daran angeknüpft werden, wenn Corona „vorbei“ ist? Das ist in meinen Augen der falsche Weg! Ich bin der Überzeugung, dass der Staat die öffentliche Daseinsvorsorge nicht aus der Hand geben darf. Das gilt hier sowohl für die Bevorratung von medizinischem Material, wie auch dafür, mit genügend medizinischem Personal eine sichere medizinische Versorgung in Krankenhäusern zu gewährleisten.

  • Folgen der Pandemie für die Wirtschaft: Die Verlängerung der Kurzarbeiterregelung und Ausweitung der Hilfen für breitere Berufszweige ist enorm wichtig, aber werden diese Arbeitsplätze nach 2021 auch tatsächlich erhalten bleiben, wenn ganze Branchen ins Wanken geraten? Hier bedarf es gezielter konjunktur- wie arbeitsmarktpolitischer Investitionen zur Sicherung wettbewerbsfähiger Industrie- und Dienstleistungszweige und zukunftssicherer Arbeitsplätze.

Lage in den Kommunen: Was wird aus unseren kommunalen Haushalten, die die besondere Last der Pandemie zu tragen haben und deren Haushaltsausgaben ins fast schon Unermessliche steigen? Buchhalterische Tricks wie Corona-Sonderhaushalte und die Abschreibung über 50 Jahre helfen da wenig. Da kommt es jetzt auf eine faire Behandlung durch den Bund und das Land an. Und dafür muss man sich als bergischer Abgeordneter auch kontinuierlich einsetzen, dass diese Hilfen auch hier ankommen!

  • Digitalisierung: Der hier stattfindende Schub wird sich ungebremst auf unsere Arbeits- und Lebenswelt auswirken. Die notwendige Digitalisierung unserer Lebens- und Arbeitswelten muss sozial gerecht gestaltet werden. Aber wie können Konzepte und nachhaltige Investitionen getätigt und gefördert werden, um negative Auswirkungen aufzufangen und ihnen entgegenzuwirken? Gerade hier lohnt sich ein Blick in den jüngst vorgestellten Bericht der Enquetekommission „Digitale Transformation der Arbeitswelt in Nordrhein-Westfalen“, der unter dem Vorsitz des SPD-Landtagsabgeordneten Dietmar Bell erstellt wurde. Sehr viele Arbeitsplätze in unserer bergischen Region stehen hier auf dem Spiel und bedürfen der vollsten Aufmerksamkeit eines sozialdemokratischen Abgeordneten im Bundestag.

Liebe Genossinnen und Genossen, die Liste der enorm wichtigen Themen würde sich noch um etliche Punkte erweitern lassen. Ich möchte es bei diesen – für mich wesentlichen – Aspekten und Herausforderungen belassen.

Der vor uns liegende Bundestagswahlkampf wird lang und hart, und wir werden nur erfolgreich sein können, wenn wir geschlossen auftreten. Das dies so ist, hat der gerade erst hinter uns liegende Kommunalwahlkampf gezeigt. Die SPD hat im Bergischen bei der Rats- und OB-Wahl deshalb so gut abgeschnitten, weil es gelungen ist, die Menschen, die sich bereiterklärt haben zu kandidieren, in den Mittelpunkt zu stellen. Authentisches Auftreten und ernsthaftes sowie stetiges Werben wird von Wählerinnen und Wählern honoriert.

Darauf können wir aufbauen. Wie Ihr wisst, bin ich ein sehr aktiver Wahlkämpfer, immer persönlich ansprechbar, und ich stehe für eine authentische Sozialdemokratie. Ich trete für unsere Überzeugungen ein und bitte Euch um Eure Unterstützung, die Interessen der Menschen aus unserem Wahlkreis würdig und nachhaltig in Berlin zu vertreten!

Glück auf!

Euer Ingo

 

Zu meiner Person:

Ich bin Ingo Schäfer, 55 Jahre alt, verheiratet, habe eine erwachsene Tochter und bin von Beruf Feuerwehrmann mit dem Schwerpunkt Vorbeugender Brandschutz. Meine Ausbildung zum Maschinenschlosser habe ich 1983 bei Kronprinz abgeschlossen. Lange Jahre war ich Vorsitzender der Deutschen Feuerwehrgewerkschaft. Seit 2013 gehöre ich der SPD an, seit 2018 bin ich in Solingen stellvertretender Unterbezirksvorsitzender.